Das Studio
Ton, Hand und Hitze — mehr braucht es nicht.
clayaway ist ein kleines Keramikatelier in einem Dorf mitten in Schleswig-Holstein. Angefangen hat es in einem geteilten Raum in Kiel. Hier entstehen Becher, Schalen, Vasen und Teller in kleinen Chargen: an der Scheibe gedreht, an der Luft getrocknet und bei 1.240 °C hochgebrannt.
Ich arbeite allein, ohne Eile und ohne Serie. Was entsteht, ist zum Benutzen und für deine täglichen Rituale gemacht.
Ein Brand dauert 2 Tage, und was er hervorbringt, steht erst fest, wenn der Ofen kalt ist und geöffnet werden kann. Deshalb erscheinen neue Stücke schubweise statt ständig — und deshalb gibt es die meisten davon nicht in riesiger Stückzahl.

Zuhause gebaut
Ein Studio, das ins Haus geplant wurde.
Auf den geteilten Raum der Anfangszeit folgte kein gemieteter zweiter: Das Studio wurde ins eigene Haus geplant und im ersten Jahr Stück für Stück eingerichtet — Arbeitsflächen, Regale, Stauraum und ein eigener Brennofen.
Seitdem arbeite ich autark von zuhause aus. Den größten Teil des Jahres brennt der Ofen mit Solarstrom vom eigenen Dach, manche Brände sogar ganz ohne Strom von außerhalb.

Nachhaltig arbeiten
Der Ofen läuft, wenn die Sonne scheint.
Nachhaltiges Arbeiten ist mir ein Anliegen: Der Ofen geht möglichst nur an, wenn die Sonne auch da ist. Das klappt nicht bei jedem Brand, aber bei etwa 70 Prozent.
Ungebrannter Ton lässt sich vollständig wiederverwenden, gebrannter nicht mehr. Deshalb kommt nur in den Ofen, wovon ich überzeugt bin und was jemand gebrauchen kann.

Wie hier gearbeitet wird
01
Eines nach dem anderen
Jedes Stück wird einzeln an der Scheibe gedreht, getrimmt und glasiert. Jedes Produkt ist minimal anders als das andere.
02
Der Brand entscheidet mit - zum Schluss kommt die Glasur
Was daraus wird ist jedes Mal aufregend und zeigt sich erst beim Öffnen des Ofens.
03
Für den Gebrauch
Alles hier ist zum Benutzen gemacht: spülmaschinenfest, ofenfest und hergestellt als Objekt für den Alltag.